Interview mit den Organisatorinnen der Projekttage

Wir, Isabel Laser und Patricia Baumgart vom Projekt "Schülerzeitung", haben uns mit Frau Strauß und Frau Knop über ihre Arbeit vor und während der Projekttage und ihre Meinung über die Projekttage unterhalten.

Isabel: "Vielen Dank, dass sie sich Zeit für dieses Interview nehmen! Unsere erste Frage lautet: Warum haben Sie sich für die Organisation der Projekttage entschieden?"

Frau Knop: „Das ist eigentlich mehr oder weniger Zufall gewesen, weil wir uns für eine Arbeitsgruppe gemeldet haben, die 'Faire Schule' heißt. Dabei geht es darum für die Schule ein bestimmtes Siegel zu bekommen: 'Faire Schule'. Dabei müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden und eines dieser Kriterien ist Ökologie. Dadurch ist diese Sache entstanden."
Frau Strauß: "Ich mache so etwas gerne, also Dinge zu organisieren, und habe es zudem als Herausforderung gesehen!"

Patricia: "Dass es zum Thema Ökologie kam, liegt also hauptsächlich an diesem Siegel?"

Frau Knop: "Um diese Auszeichnung 'Faire Schule' zu bekommen, muss man in den Bereichen Demokratie, globales Lernen und Ökologie bestimmte Kriterien erfüllen. Weil wir in dem Bereich Ökologie bisher noch nicht so viele Aktionen hatten, dachten wir, es wäre eine gute Idee."

Isabel: "Was sagt diese Auszeichnung denn genau über die Schule aus? Gibt es dafür besondere Fördermittel oder zieht es Schüler an?"

Frau Knop: "Man bekommt die Möglichkeit in diesem Bereich weiter Förderungen zu erhalten und natürlich ist es für die Außenwirkung der Schule eine gute Sache!"
Frau Strauß: "Genau! Es hat ja viel mit Außenwirkung zu tun, dass unsere Schule an solchen Projekten teilnimmt, und es soll natürlich die Schülerzahl erhöhen und auf der anderen Seite unsere Schülerschaft motivieren. Außerdem sollen manche Projekte für Wettbewerbe eingereicht werden."

Patricia: "Wo findet man diese Ökologie denn im Schulalltag wieder?"

Frau Strauß: "Immer und überall! Wir können immer darauf achten, egal ob wir draußen oder in der Schule sind."
Frau Knop: "Wir hoffen, dass von dem einen oder anderen Projekt eine längerfristige Wirkung ausgeht."

Isabel: "In diesem Zusammenhang würden wir gerne den vegetarischen Tag ansprechen, denn das wäre ja ein deutliches Statement zum Thema Ökologie!"

Frau Knop: "Ich bin der Meinung, dass grundsätzlich weniger Fleisch an der Schule angeboten werde sollte. Das ist aber natürlich meine persönliche Ansicht. Es ist immer die Frage, wie weit man so etwas durchsetzen kann."
Frau Strauß: "Ja, das wird zur Zeit von Schülerinnen und Schülern initiiert."

Patricia: "Kann man denn, wenn man diese Auszeichnung hat, wirklich behaupten, wir seien eine 'Faire Schule'?"

Frau Knop: "Das hängt davon ab, ob man sich darauf ausruht oder weiterarbeitet! Das EPIZ, die Organisation, die die Auszeichnung ins Leben gerufen hat, unterstützt die Schulen auch im weiteren Verlauf."
Frau Strauß: "Wir können aber zumindest davon sprechen, dass unsere Schule etwas getan hat."

Isabel: "Prüft jetzt jemand, wie ökologisch es wirklich an unserer Schule bzw. in der Projektwoche zugeht?"

Frau Knop: „Ja, das wird noch im Laufe dieses Halbjahres geprüft. Die Referentin vom EPIZ kommt heute vorbei und schaut sich die Ergebnisse an. Dabei geht es aber nicht so sehr darum zu prüfen, sondern darum, sich die vom EPIZ vermittelten Projekte noch einmal genauer anzugucken."

Patricia: "Denken Sie, dass die Projekte den Schulalltag verändern werden?"

Frau Strauß: "Ich hoffe es in gewisser Weise. Also ich hoffe zumindest, dass viele etwas mitgenommen haben."

Isabel: "Sind Sie der Meinung, dass das Thema gut umgesetzt wurde?"

Frau Knop: "Teils, teils! Also ich habe Projekte gesehen, in denen Erstaunliches geleistet wurde und natürlich gibt es auch immer Projekte, in denen einige Dinge besser hätten laufen können."
Frau Strauß: „Wir sind nicht hundertprozentig zufrieden, aber das kann man, denke ich, nie sein."

Patricia: "Was haben Sie für einen Eindruck von den Projekttagen?"

Frau Strauß: "Ich bin erschöpft, aber naja. Das muss man jetzt auswerten! Einzelne Gruppen haben vielleicht viel mehr erreicht, als man gedacht hätte. Bei der Umsetzung hat es an manchen Stellen gehapert. Die Organisation war schwierig, weil wir kaum genug Räume zur Verfügung hatten. Auch, dass auf einmal alle Activboards und Internet wollten... Wir waren an bestimmten Stellen nicht optimal ausgestattet."

Patricia: "Was wünschen Sie sich für die nächsten Projekttage?"

Frau Knop: "Längere Vorlaufzeit, also mehr Zeit zum Organisieren und mehr Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Es wäre außerdem schön, wenn man das nächste Mal eine Projektwoche macht und dann eine Stunde weniger pro Tag ansetzt."
Frau Strauß: "Mehr Initiative der Schüler- und Lehrerschaft und mehr Ideen zu haben, wäre schön. Es gab halt wenig Bereitschaft, Projekte durchzuführen. Es blieb viel an uns hängen."

Interview: Patricia Baumgart, Isabel Laser, 2. Semester (Schuljahr 2014/15)

Ergänzend fügt das Organisationsteam hinzu:

Wir, die Organisatoren der diesjährigen Projekttage zum Thema Ökologie bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, die uns tatkräftig bei der Planung und Durchführung unterstützt haben.
Insbesondere seien hier natürlich die Schülerinnen und Schüler genannt, die selbst ein Projekt durchgeführt haben. Ein besonderer Dank gebührt außerdem denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich für die Durchführung der Projekttage engagiert und Schülerinnen und Schüler unterstützt oder eigene Projekte umgesetzt haben. Ohne ihren Einsatz wären die Projekttage nicht möglich gewesen.
Es wurden äußerst vorzeigbare Ergebnisse erzielt und die besten Projekte werden beim diesjährigen Sommerfest eine Auszeichnung erhalten.

Das Organisationsteam (Frau Knop; Herr Krannich, Herr Lehmann, Frau Saxen, Frau Strauß)

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