2000 Jahre Ovid

Stop-Motion

Stop-Motion-Filme: Die Metamorphosen Ovids in der Kunst und Biologie

"Wo ist denn euer Presseausweis?“, fragt man uns scherzhaft, als wir den Physikraum betreten wollen, um das Stop-Motion-Film-Projekt zu besuchen. In diesem erstellen Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe zusammen mit Frau Manhart und Frau Raptis sogenannte "Stop-Motion-Filme".

Auf die zwei Physikräume verteilt sitzen die Schüler in kleinen Gruppen an Tischen und basteln an Hintergründen, formen Figuren aus Knete und zeichnen. Nina und Sophie aus der 9b stellen uns z.B. ihren Hund aus Knete vor. Ihre Aufgabe ist es, verschiedene Bilder zu erstellen, die dann aneinander gereiht einen Film bilden. Möglich gemacht wird das durch eine App, die alle Schüler zuvor auf ihren Smartphones installiert haben.

Ein Stop-Motion-Film besteht wie ein richtiger Film aus vielen einzelnen Bildern von unbewegten Objekten, die sich nur minimal voneinander unterscheiden - z. B. verändert sich eine Armhaltung - und schnell hintereinander abgespielt eine Bewegung simulieren. Jede Gruppe soll bis zum Ende zwei bis drei Kurzfilme erstellt haben.

"Einer davon ist zum Thema "Metamorphosen bei Ovid", d. h. Metamorphosen, die in den Geschichten Ovids tatsächlich stattfinden oder dargestellt werden", erklärt uns Frau Raptis. Ein anderer Film soll sich mit den Metamorphosen in der Biologie auseinandersetzen und das Thema des letzten Films ist frei wählbar.

Ovidische Themen waren unter anderem der Mythos von Daphne, die in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde, von Narcissus, der sich in die gleichnamige Blume verwandelte, oder von Midas, dessen Berührungen alles zu Gold werden ließen. Bei den biologischen Metamorphosen stellt Ege aus der 7c in einem seiner Werke beispielsweise die Entwicklung des Maikäfers dar, andere zeigen die Verwandlung eines Schmetterlings oder eines Froschs. Bei den freien Themen wird man sehen, was alles aus einem Schwein, einem Smiley oder einem Pinguin werden kann.

Eine Auswahl an verschiedenen Stop-Motion-Filmen ist in der folgenden Playlist "Schüler-Trickfilme zur Ovid-Projektwoche 2017" auf dem Goethe-Videochannel bei YouTube zu sehen:

Die leitenden Lehrerinnen erhoffen sich, dass die Schüler auch nach dem Projekt die Stop-Motion-Technik für eigene Animationen nutzen. Die befragten Teilnehmer bestätigten, dass sie schon einiges über diese Technik gelernt haben.

Text: Carlou Kayser, Moritz Schelten, 2. Semester (Schuljahr 2016/17)

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