Nachruf auf Ovid

Nachruf auf Publius Ovidius Naso: Zu Ehren eines großen Dichters

Im Jahre 17 n. Chr. starb Ovid im Alter von 61 Jahren. Seinen Platz in den Herzen vieler Leser sicherte er sich durch sein Talent als Dichter sowie durch sein berühmtestes Werk, die Metamorphosen.

Ovid entschied sich bereits mit ca. 20 Jahren gegen eine normale Ämterlaufbahn, wie sie bei den Römern seines Standes damals üblich war, um sich vollkommen dem Dichten zu widmen. Fast 40 Jahre lang verfasste er Gedichte in verschiedenen poetischen Gattungen: Liebeselegie, Lehrgedicht, Tragödie.

Ovids Meisterwerk jedoch bilden die Metamorphosen, ein Epos, in dem er den Wandel der Welt vom Ursprung über die Mythologie der Götter und Menschen bis hin zur Zeit des Augustus darstellte.

Er sprach aus, was sich sonst niemand traute, und ging, anders als seine Zeitgenossen, in seinen Werken durchaus respektlos mit den Ehegesetzen des Augustus um, war in der Lage, die Ansprüche seiner Leser in jeder Lebenslage, sogar in Sachen Liebe, zu erfüllen. Ovid opferte schließlich seine Freiheit für seine Dichtungen und schrieb selbst nach seiner Verbannung in das heutige Rumänien als erster Dichter der Weltgeschichte in einem fremden Land in seiner Muttersprache weiterhin wunderbare Werke.

Mit seiner Autobiographie in dichterischer Form begründete er eine neue literarische Form, gab uns so die Möglichkeit, vieles über ihn zu erfahren und sicherte damit einen ganz anderen und neuen Einblick in sein Leben.

Trotz seines Todes vor 2000 Jahren lebt er in unserer Erinnerung weiter und begeistert bis heute viele Menschen.

Text: Vivien Scholtyssek, Klasse 9b (Schuljahr 2016/17)