Was ist Glück?

Unsere Spendenaktion für das SOS-Kinderdorf Aleppo in Syrien

Im Ethikunterricht haben wir über die Frage "Was ist Glück?" in unserer Klasse gesprochen und festgestellt, dass Glück für jeden etwas anderes ist. Für manche Menschen ist das, was für andere Menschen selbstverständlich ist, etwas Besonderes. Oft haben Menschen auch das Bedürfnis, etwas zu haben, was sie nicht besitzen. Darauf ist die Bedürfnispyramide des Menschen aufgebaut. Während Ärmere für ihren Unterhalt arbeiten, kümmern wir uns vielleicht darum, welches Duschgel am besten riecht oder welche Klamotten wir kaufen wollen. Wir legen mehr Wert auf unser Aussehen oder andere Dinge, die für Ärmere unwichtig sind, da sie sich um existentielle Dinge, wie ihre Nahrung für ihr Leben sorgen müssen.

In Syrien ist Glück im Moment etwas anderes als bei uns. Für die Menschen dort ist es z. B. Glück, dass sie überhaupt noch leben und etwas zu essen bekommen. Darum haben wir, die Klasse 7c des Goethe-Gymnasiums, uns entschlossen, den Kindern in Syrien mit einer Spendenaktion zu helfen und insbesondere Spenden für die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Aleppo zu sammeln. Sie haben keine Eltern mehr, und weil sie unter schlechten Bedingungen leben, nichts zu essen haben und sehr arm sind, sind die Kinder in das SOS-Kinderdorf Aleppo aufgenommen worden. Nun wurden diese Kinder mit ihren SOS-Kinderdorf-Familien alle nach Damaskus geschickt, um wenigstens eine gewisse Sicherheit und etwas zu essen zu haben. Sie sind vor den Kriegen in Syrien geflüchtet. Wir wollten mit unserer Spendenaktion diesen Kindern ein wenig Glück für eine bessere Zukunft schenken.

Wir haben von der Organisation SOS-Kinderdörfer inhaltliche Informationen, die wir auf Stellwänden ausgehängt haben, und andere Informationsmaterialien, z. B. Plakate, Kalender, Postkarten, Buttons, Flyer und kleine Wachskerzen, die man selber fertig basteln konnte, erhalten. Dort war z.B. auch geschrieben, was die Kinder alles Schreckliches erlebt hatten, was sie brauchten, um ihre Erinnerungen unterdrücken und verarbeiten zu können und dass es ihnen im SOS-Kinderdorf in ihrer Situation auf jeden Fall besser geht, als wenn sie alleine in Syrien leben müssten. Im Gegensatz zu uns freuen sich diese Kinder viel mehr über das Essen oder das Spielzeug, das sie bekommen. Aus diesem Grund würden sie auch die Sachen, die wir z.B. wegwerfen, behalten, weil sie sie schön finden und damit viel zufriedener sind als wir. Da die Kinder meistens keine Familien mehr haben, können und konnten sie keine angemessene Kindheit in diesem Krieg haben. Sie leben in großer Angst und mussten sich als SOS-Kinderdorf Aleppo nach Damaskus in eine relative Sicherheit flüchten. Durch unsere Spenden können wir diesen Kindern, die in Not sind, helfen und ihnen etwas Schönes in ihrem Leben ermöglichen.

So haben wir uns als Klasse 7c entschlossen, am Weihnachtskonzert im Dezember 2016 sowie am Tag der Offenen Tür im Januar 2017 Spenden für die SOS-Kinderdörfer in Syrien zu sammeln. Am Weihnachtskonzert haben wir das Geld in Geigenkästen aus unserem Musikraum gesammelt und bereits sehr viele Spenden bekommen. Am Tag der Offenen Tür hatten wir einen Stand im Foyer. Dort haben wir das Material, das wir von der Organisation SOS-Kinderdörfer zur Verfügung gestellt bekommen haben, verteilt und Spenden gesammelt. Viele Menschen zeigten Interesse und Anteilnahme.

Wir haben insgesamt 470,36 Euro eingesammelt und an SOS-Kinderdörfer geschickt. Dafür haben wir eine Urkunde über diesen schönen Erfolg für die Kinder in Syrien erhalten.

Wir danken allen, die gespendet und Interesse gezeigt haben. Vielen Dank!

Text und Spendensammlung: Klasse 7c: Lara, Ege, Umeyr, Raimund, Kubilay, Josephine, Yuzin, Marc, Amir, Stella, Leonie, Victor, Lea, Jeremy, Esma, Kathleen, Sofia, Franziska, Simay, Nora, Maarten, Jessica, Philipp, Oscar, Helena, Maria (Schuljahr 2016/17)

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