Gedenktafel für einen 17-Jährigen

Goethe-Gymnasium beteiligt sich an Gedenkfeier

Am 24. April 2015, 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, wurde an der Kreuzung von Berliner Straße und Uhlandstraße nun die Gedenktafel für den Jungen eingeweiht, den eine SS-Patrouille in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges in einem Keller in der Fechnerstraße aufgegriffen hatte und an einem Baum erhängte, weil er "zu feige war, für Deutschland zu kämpfen", wie das Schild um seinen Hals besagte.

Sein Name und alle weiteren Umstände sind weitgehend unbekannt und so steht das Gedenken für diesen Jungen stellvertretend für alle diejenigen, die sich dem Kriegsdienst des NS-Regimes entzogen und verweigerten.

Seit etwa zwei Jahren hatte sich Herr Dr. Michael Roeder zusammen mit mehreren Friedens-Organisationen um die Errichtung der Gedenktafel bemüht.

Nun waren etwa 200 Menschen gekommen, um im Beisein des Bezirksbürgermeisters, Herrn Naumann, an der Gedenkfeier teilzunehmen. In mehreren Ansprachen wurde des Jungen und aller anderen hier Geehrten gedacht. Für das Goethe-Gymnasium sprach unsere Schülerin Jade Karoui (Klasse 10a).

Text: Herr Hahn (Schuljahr 2014/15)

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