Interview mit Ovid

Durch einen Unfall gelangen wir, die superintelligenten Reporter Elias, Ian, Rio und Alexandra, in ein Paralleluniversum. In diesem Universum verlief die Menschheitsgeschichte ganz anders, denn die Menschen starben in diesem Universum nicht. Vielen würde versuchen Persönlichkeiten wie Michael Jackson oder Osama Bin Laden zu interviewen, doch wir sind ganz anders. Wir wollen unbedingt mit dem römischen Dichter Ovid sprechen. Unser Gespräch mit ihm haben wir euch hier aufgezeichnet:

Reporterteam Goethe-Gymnasium (GG): Bevor wir mit unserem Gespräch beginnen, wollen wir Sie über etwas aufklären: Wir vier stammen aus einem Paralleluniversum und sind durch einen Unfall hierher gelangt. Alles, was wir über Sie in unserem Universum wissen, könnte auch eine Lüge sein, deshalb wäre es schön, wenn Sie auf unsere Fragen eingehen.

Ovid: Wieso könnt ihr mich nicht in eurem Universum befragen, falls es das überhaupt gibt?

GG: In unserem Universum können die Menschen nicht ewig leben. Auch Sie sind bereits seit 2000 Jahren tot!

Ovid: Dass es solch ein Universum gibt, ist ja unglaublich. Ich werde eure Fragen beantworten. Bitte, fangt an!

GG: Viele Experten spekulieren über ihre Kindheit. Können Sie uns etwas darüber erzählen?

Ovid: Mein vollständiger Name ist Publius Ovidius Naso. Ich bin im Jahr 43 v. Chr. geboren und zwar in Sulmo, etwa 90 Meilen von Rom entfernt. Ich wuchs in einer wohlhabenden Familie auf und gehörte sogar dem Ritterstand an. Außerdem hatte ich noch einen großen Bruder.

GG: Soweit wir wissen, brachen Sie ihre Ämterlaufbahn ab. Wieso?

Ovid: Die Aussicht auf eine politische Karriere machte mich nicht glücklich. Ich brach sie ab, um mich der Dichtung zu widmen.

GG: Wie reagierten Ihre Eltern, als sie von Ihrer Zuneigung zur Dichtung erfuhren?

Ovid: Mein Vater hielt nicht viel von der Dichtkunst und wollte, dass ich mich wie mein Bruder für die Redekunst begeistere, weil die für die Politik nützlich ist.

GG: Aus Ihrer Autobiographie geht hervor, dass sie drei Ehefrauen hatten. Wie kam es dazu?

Ovid: Die erste musste ich gegen meinen Willen heiraten und Nachkommen gab es nicht - da dauerte die Ehe nicht lange. Auch die zweite Ehe war nur kurz. Dann lernte ich die perfekte Frau kennen.

GG: Wir hörten von Ihrer Verbannung nach Tomi. Wie reagierte Ihre Frau auf die Verbannung?

Ovid: Meine Frau unterstützte mich treu und wollte sogar in die Verbannung mit mir kommen, aber das habe ich ihr untersagt ...

An dieser Stelle konnten wir leider nichts mehr hören und befanden uns plötzlich wieder in unserer eigenen Welt.

Text: Elias Fischmann, Ian Kim, Rio Preuss, alle Klasse 9a; Alexandra Migaceva, Klasse 10.1 (Schuljahr 2016/17)

 

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