Von Gauklern und nicht gemachten Schularbeiten

Die Klasse 7c besucht die Komische Oper Berlin

Wir, die Klasse 7c, waren aufgrund unserer Begeisterung der vorherigen Opernbesuche davon überzeugt, dass wir auch in diesem Schuljahr wieder in die Oper gehen wollten und so haben wir im Rahmen des Musikunterrichts die Aufführung von Petruschka und L’enfant et les Sortilèges am 10. März 2017 in der Komischen Oper Berlin besucht.

Petruschka

Wir waren dieses Mal sehr überrascht, denn in den Aufführungen wurde mit Leinwand und Beamer gearbeitet und in „Petruschka“ standen nur Akrobatik und Tanz auf dem Programm. Das war sehr beeindruckend.

Die Musik von "Petruschka" stammt von Igor Strawinsky, einem russischen Komponisten. Der Schauplatz ist ein Jahrmarkt, zu sehen sind das Theater des Gauklers und Schauspieler, ein bunt gemischtes Publikum aus Betrunkenen, vornehmen und einfachen Leuten und Kindern.
Alle Besucher erwarten schon sehnlichst das menschliche Puppentheater des Gauklers, dessen Puppen – die Ballerina, Petruschka und Natan – durch das Wirken reiner Magie menschlich geworden sind. Petruschka leidet unter der grausamen Misshandlung des Gauklers; er sucht daher Trost bei seiner Liebe, der eitlen Ballerina, doch wird er von ihr wegen seiner Unbeholfenheit zurückgewiesen. Die Ballerina verliebt sich nur leider nicht so in Petruschka sondern in den muskulösen Natan, mit dem sie akrobatische Zirkusnummern macht.
Petruschka versucht aus dem Theater zu entkommen, denn das Theater ist für ihn wie ein Gefängnis. Er schafft es einfach nicht, obwohl ihm auf der Leinwand ein paar Hilfen durch ein echtes, offenes Fenster, z. B. ein echtes Seil, gegeben werden, die aber nach ein paar Sekunden verschwanden. Petruschka durfte dabei auch ganz real auf einem Trampolin auf der Bühne springen.
Plötzlich schafft er es doch und ist frei, blöd war nur, dass der Gaukler dies merkte und so jagte er Petruschka nach. Leider konnte Petruschka dann doch nicht dem Gaukler entkommen, und so landete er wieder im Theater.
Ein fröhlicher Tanz wird vor den Zuschauern getanzt, doch wird er durch ein Schreien abrupt unterbrochen. Petruschka versucht vor dem wuterfüllten Natan zu fliehen und die Ballerina versucht, Natan zurückzuhalten, um Petruschka zu retten, doch es gelingt ihr nicht. Natan gelingt es, Petruschka durch seine Schläge und Tritte zu töten. Die erschrockenen Zuschauer auf dem Jahrmarkt sehen zu, wie Petruschka stirbt, dann gehen sie wieder, nur der Gaukler bleibt zurück. In diesem Moment erscheint über dem Theater der Geist Petruschkas, der den Gaukler verhöhnt.

L’enfant et les sortilèges

Im zweiten Teil des Opernabends wurde dann "L’enfant et les sortilèges" (entstanden 1916-1925) aufgeführt. Dieses kleine Opernstück wurde von Maurice Ravel (in französischer Sprache) geschrieben. In dem Stück geht es darum, dass ein kleiner Junge seine Schularbeiten nicht machen wollte. Daraufhin steckt ihn seine Mutter in sein Zimmer, damit er über sein Verhalten nachdenkt. Doch das tut der Junge ganz und gar nicht, er macht alles kaputt und tut den Tieren weh. Doch dann bemerkt er am Ende, dass er doch nicht so böse ist und rettet ein verletztes Eichhörnchen in Not. Es war immer sehr überraschend, was auf der Bühne passiert ist. Mal war es gebeamt oder mal real und zwischendurch kamen einfach Leute aus der Wand und fingen zu singen an. Das war wirklich sehr schön anzusehen.

Es lohnt sich wirklich, diese Aufführungen anzusehen. Einen Eindruck bekommt man z. B. durch das folgende kurze Video der Komischen Oper Berlin:

Insgesamt war dieser Opernabend sehr interessant und gelungen. Und unserer Klasse und uns hat er sehr gut gefallen, und wir danken natürlich auch Frau Kloer dafür, dass sie uns immer wieder diese Möglichkeit gibt. Unsere Klasse freut sich sehr, wenn wir in die Oper gehen, dies sind nämlich immer schöne Veranstaltungen. Wir hoffen, wir gehen nächstes Jahr wieder in die Oper!

Text: Leonie Isabelle Geue, Lea Junker,Oscar von Treuenfels, Klasse 7c (Schuljahr 2016/17)
Video: Komische Oper Berlin / YouTube (2016/17)

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